Patientenleitfaden für dermale Filler
Dermale Filler / Hyaluronsäure-Filler werden anatomisch für Volumen, Kontur, Proportion und ausgewählte tiefere Falten geplant. Schwellungen sind in den ersten Tagen zu erwarten, eine ausgewogenere Beurteilung erfolgt in der Regel nach 1-2 Wochen.
PDF (20 Seiten)Medizinisch geprueft
Vorbereitung
- Bereiten Sie etwa 4 Wochen vorher Ihre Vorgeschichte zu Eingriffen sowie eine Liste Ihrer Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel vor.
- Schützen Sie zwei Wochen vorher die Hautbarriere und vermeiden Sie den Beginn mit starken neuen Wirkstoffprodukten.
- Lassen Sie im Allgemeinen mindestens 2 Wochen zwischen invasiven Zahnbehandlungen (Extraktion, Implantat, Wurzelkanalbehandlung, Abszess) und einer Filler-Behandlung; teilen Sie Ihre zahnmedizinische Vorgeschichte mit.
- Melden Sie Fieber, aktive Lippenherpes-Infektionen, Hautinfektionen oder offene Wunden vor dem Termin.
- Geben Sie blutverdünnende Medikamente, immunsuppressive Behandlungen und eine Vorgeschichte schwerer Allergien an; setzen Sie Medikamente nicht eigenmächtig ab.
- Nadelfreie Druckstifte (Hyaluron-Pens) entsprechen aufgrund unkontrollierter Gewebeschäden, Infektionsgefahr und vaskulärer Risiken nicht dem sicheren Behandlungsansatz.
Behandlungstag
- Der Tag beginnt mit einem kurzen Gesundheits-Update, einer Überprüfung des Behandlungsbereichs, ggf. Fotografie/Markierung, Einverständniserklärung und der Behandlung.
- Einstiche mit Nadel oder Kanüle, Druckgefühl, Fülle und kurzes Stechen können auftreten; das Empfinden variiert je nach Bereich.
- Melden Sie sofort stechende, zunehmende oder unerträgliche Schmerzen, Schwindel oder Symptome wie Sehstörungen oder Atembeschwerden.
- Vor dem Verlassen der Praxis sollten normale Symptome, Warnsignale und der Kontaktweg geklärt sein.
Genesungsverlauf
- Erste Stunden: Deutliche Schwellungen können in den ersten 2-3 Tagen normal sein, insbesondere um die Lippen und Augen; eine sanfte kalte Kompresse ohne Druck kann in kurzen Abständen verwendet werden.
- 0-24 Stunden: Schwellungen, Wundsein und ein Spannungsgefühl können auftreten; vermeiden Sie übermäßige Hitze und unnötige Massagen.
- 2-7 Tage: Blutergüsse und Schwellungen gehen in der Regel zurück, variierend je nach Bereich.
- 1-2 Wochen: Eine ausgewogenere erste Beurteilung ist möglich.
- 4+ Wochen: In einigen Bereichen kann die Gewebeintegration oder eine Nachkorrektur bei einer Untersuchung besprochen werden.
- Massieren Sie den Filler-Bereich nicht ohne Anweisung; folgen Sie dem Plan Ihres Arztes.
Warnsignale — wann Sie anrufen sollten
- Stark zunehmende Schmerzen, Hautblässe oder ein violettes, netzartiges Muster und kalte Haut sind dringende Anzeichen für einen Gefäßverschluss.
- Sehveränderungen, plötzliche Kopfschmerzen oder neurologische Symptome erfordern eine notfallmedizinische Abklärung.
- Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion erfordern eine Notfallbehandlung.
- Rufen Sie die Praxis bei zunehmenden Schmerzen, deutlicher Asymmetrie, Infektionszeichen oder Verhärtungen an.
- Warten Sie bei schwerwiegenden Symptomen nicht nur auf eine Antwort per Nachricht.
Häufig gestellte Fragen
- Wann ist das Ergebnis stabil?
- Die ersten Tage sind von Schwellungen geprägt; eine ausgewogenere Beurteilung erfolgt oft nach 1-2 Wochen, wobei einige Bereiche eine längere Gewebeintegration benötigen.
- Kann Filler rückgängig gemacht werden?
- Hyaluronsäure-Filler können bei Bedarf mit Hyaluronidase aufgelöst werden; dies ist ein medizinischer Eingriff, der vom Arzt bei deutlicher Asymmetrie, Migration oder medizinischer Notwendigkeit entschieden wird.
- Wie viel Zeit sollte zwischen Zahnbehandlung und Filler liegen?
- Im Allgemeinen sind mindestens 2 Wochen zwischen invasiven Zahnbehandlungen (Implantat, Extraktion, Wurzelkanalbehandlung, Abszess) und einer Filler-Behandlung geplant.
- Korrigiert Filler jede Art von Erschlaffung?
- Nein; ein Filler ist kein chirurgisches Lifting und korrigiert nicht jede Erschlaffung. Volumen, Proportion und Gewebegrenzen werden gemeinsam beurteilt.
Dieser Leitfaden dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Untersuchung. Die endgültige Beurteilung und der Behandlungsplan werden nach einer ärztlichen Untersuchung festgelegt.