Phasen der Konsultation
Eine gute Konsultation umfasst die folgenden Schritte: (1) Verständnis der Erwartungen und Motivation des Patienten; (2) detaillierte Beurteilung der Gesichtsanatomie; (3) Erstellung einer fotografischen Dokumentation; (4) Präsentation möglicher Optionen und Alternativen; (5) Erläuterung der Risiken, Vorteile und Kosten jeder Option; (6) Gewährung von Bedenkzeit für die Entscheidung (kein Druck für eine sofortige Behandlung am selben Tag).
Punkte, die beim Patienten verstanden werden müssen
„Warum jetzt?“ – Gibt es ein gesellschaftliches Ereignis, oder ist es eine chronische Beschwerde?
„Von wem wurdest du beeinflusst?“ – Foto einer Berühmtheit, Ergebnis eines Freundes, eigenes Foto?
„Wie viel Zeit und Geld bist du bereit zu investieren?“ – Die Realität der Nachhaltigkeit sollte besprochen werden.
„Was hast du vorher machen lassen?“ – Frühere Eingriffe, deren Ergebnisse, Zufriedenheitsgrad.
„Gesundheitszustand“ – Autoimmunerkrankungen, Allergien, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft/Stillzeit.
Erwartungsmanagement
Sind die Erwartungen des Patienten realistisch? Ist das gewünschte Ergebnis mit seiner Anatomie möglich? Ein Patient könnte „Lippen wie Prominenter X“ wünschen; aber wenn die Knochenstruktur des Mundes sehr unterschiedlich ist, könnte dieses Ergebnis unnatürlich wirken. In diesem Fall werden entweder die Erwartungen realistischer, oder die Behandlung findet nicht statt.
„Nein“ sagen
Ein guter Arzt sagt nicht zu jedem Wunsch „Ja“. Situationen, in denen „Nein“ gesagt werden sollte: (1) die Erwartung ist anatomisch nicht möglich; (2) der Patient trifft eine Entscheidung in einem emotionalen Krisenmoment; (3) der Patient hat das Ergebnis eines früheren Eingriffs noch nicht gesehen; (4) der Gesundheitszustand ist nicht geeignet; (5) die Erwartung des Patienten stimmt nicht mit dem Wertesystem des Arztes überein (Wunsch nach einem übertrieben auffälligen Ergebnis).
Diese „Neins“ sind für den Patienten kurzfristig eine Enttäuschung, langfristig jedoch ein Schutz. In meiner Klinik beende ich jährlich 15-20 Konsultationen mit der Aussage „Ich empfehle es nicht“ – das sind etwa 5 % aller Konsultationen.
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