Altern die Knochen?
Die Annahme, dass "Knochengewebe statisch" sei, ist falsch. Die Gesichtsknochen werden ständig umgebaut; Osteoklasten (knochenabbauende) und Osteoblasten (knochenaufbauende) Zellen sind ein Leben lang aktiv. In der Jugend überwiegt die aufbauende Richtung; mit dem Altern dominiert die abbauende Richtung. Insbesondere der Orbitarand (Augenhöhle), der Oberkieferknochen und der Kieferwinkel unterliegen deutlichen Veränderungen.
Orbitalrand: das knöcherne Gerüst des Auges
Der Orbitalrand (Augenhöhlenrand) verbreitert sich mit dem Alter – insbesondere im inferolateralen (äußeren unteren) Bereich kommt es zu einem deutlichen Knochenverlust. Dies ist die knöcherne Dimension der Vertiefung unter den Augen. Eine oberflächliche Füllung allein reicht nicht aus; sie muss durch eine tiefe Injektion (supraperiostal) auf Knochenebene unterstützt werden.
Maxilla und piriformer Winkel
Die Maxilla (Oberkieferknochen) zieht sich mit dem Alter zurück; die Nasenbasis und die Oberlippe verlieren an Unterstützung. Der piriforme Winkel (seitliche Ränder der Nasenlöcher) wird schärfer. Dies ist der Hauptgrund für den Eindruck des "Verschwindens der Oberlippe" und des "Herabsinkens der Mundwinkel".
Mandibula: Kieferlinie
Der Mandibularwinkel (Gonialwinkel) ist in der Jugend ausgeprägt; mit dem Altern kommt zum Knochenverlust noch ein Absinken des Weichgewebes hinzu, und die Kieferlinie "verschwimmt". Eine Jawline-Füllung wird mit einem harten Füllmaterial, das auf den Knochen gesetzt wird, durchgeführt, um diesen zweidimensionalen Verlust zu korrigieren.
„Die Alterung im Gesicht ist nicht in die Haut, sondern in das Skelett geschrieben. Das Wiederherstellen des Skeletts anstatt das Anheben der Haut ist der Schlüssel zu einem natürlichen Ergebnis.“
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Karte der Fettpolster: Die wahre Stützarchitektur des Gesichts